Was Rollrasen fertig verlegt kostet, hängt weniger von den Rollen selbst ab als davon, wie viel Arbeit der Boden vorher braucht. Altrasen, Unkraut, verdichteter Neubauboden oder Höhenunterschiede machen den größten Unterschied. Dazu kommen Flächengröße, Zugang, Rasensorte und Lieferung.
Deshalb nennen wir hier keine pauschalen Quadratmeterpreise, sondern erklären, woraus sich der Preis zusammensetzt und worauf Sie bei Angeboten achten sollten. Ihren verbindlichen Festpreis erhalten Sie nach einer kostenlosen Vor-Ort-Besichtigung.
Material oder fertig verlegt: Woraus sich der Preis zusammensetzt
Ein vollständiges Angebot für fertig verlegten Rollrasen weist diese Positionen getrennt aus:
| Position | Warum sie den Preis beeinflusst | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Rollrasen (Material) | Gebrauchs-, Sport- oder Schattenrasen; Spezialsorten sind teurer | Sorte und Rasenschule sollten genannt sein |
| Lieferung | Abhängig von Menge und Entfernung, teils Mindestmengen | Liefertermin möglichst am Verlegetag, damit die Rollen nicht liegen |
| Alten Rasen abtragen und entsorgen | Maschinen- und Entsorgungsaufwand; entfällt bei Neubaugrundstücken ohne Bewuchs | Ist die Entsorgung enthalten oder nur Eventualposition? |
| Boden lockern, Mutterboden ergänzen, planieren | Stark abhängig von Bodenzustand und Höhenunterschieden | Menge an Mutterboden oder Sand konkret angegeben? |
| Verlegen, Walzen, erstes Wässern | Zuschnitte an Beeten, Bäumen und Kanten erhöhen den Aufwand | Starterdünger im selben Arbeitsgang enthalten? |
Kleine Flächen sind pro Quadratmeter teurer, weil Anfahrt, Lieferung und Maschinen fast gleich viel Aufwand bedeuten wie bei größeren Gärten. Verwinkelte Flächen mit vielen Beeten, Bäumen und Kanten brauchen außerdem mehr Zuschnitte. Auch der Zugang zählt: Kommen Schälmaschine und Bodenfräse direkt an die Fläche, oder muss vieles von Hand erledigt werden? Achten Sie beim Vergleich darauf, dass Material, Bodenvorbereitung, Entsorgung und Ausführungszeitraum konkret beschrieben und Lohn- und Materialanteil getrennt ausgewiesen sind.
Bodenvorbereitung: der Teil, den man später nicht mehr korrigieren kann
Rollrasen ist nur so gut wie der Boden, auf dem er liegt. Unebenheiten, verdichtete Stellen oder Bauschutt sieht man später als Dellen, gelbe Flecken oder Bereiche, in denen das Wasser steht. Die übliche Vorbereitung:
- Alten Bewuchs entfernen: Altrasen mit einer Rasenschälmaschine abtragen, Wurzelunkräuter gründlich entfernen.
- Boden lockern: Fräsen oder tief lockern, auf Neubaugrundstücken verdichteten Boden gegebenenfalls aufreißen.
- Bodenverbesserung: Je nach Untergrund Sand, Kompost oder Mutterboden einarbeiten.
- Feinplanum: Fläche abziehen, leichtes Gefälle vom Haus weg, Steine und Wurzeln absammeln.
- Anwalzen und Starterdünger: Damit sich der Boden setzt und die Wurzeln sofort Nährstoffe finden.
In Rheinhessen haben viele Gärten lösshaltige, teils lehmige Böden. Sie speichern zwar Nährstoffe gut, neigen aber zu Verdichtung und Staunässe, besonders auf Neubaugrundstücken, über die Bagger und Lkw gefahren sind. Eine Portion Sand und gründliches Lockern zahlen sich hier aus. Wenn Sie den Rasen verlegen lassen, gehört diese Vorbereitung zum Auftrag und sollte im Angebot als eigene Position stehen.

Der richtige Zeitpunkt
Rollrasen lässt sich theoretisch von Frühjahr bis Herbst verlegen, solange der Boden nicht gefroren ist. Gut anwachsen kann er aber nur, wenn Bodentemperatur und Feuchtigkeit passen. Deshalb sind zwei Zeitfenster ideal:
- Frühjahr, etwa April bis Anfang Juni: Der Boden hat sich erwärmt, es regnet noch regelmäßig, und der Rasen hat bis zum Sommer Zeit, Wurzeln zu bilden.
- Spätsommer und Herbst, etwa Ende August bis Oktober: Der Boden ist noch warm, die Nächte bringen Tau, und die Verdunstung ist geringer. Für viele Gärten ist das sogar die beste Zeit.
Warum der Hochsommer in Rheinhessen schwieriger ist
Rheinhessen gehört zu den wärmsten und trockensten Regionen Deutschlands. Im Juli und August fällt hier oft wochenlang kaum Regen, und Temperaturen über 30 °C sind keine Seltenheit. Frisch verlegter Rollrasen hat noch keine tiefen Wurzeln und trocknet dann innerhalb weniger Stunden an den Rändern und Fugen aus. Verlegen im Sommer ist möglich, bedeutet aber sehr viel Wasser und tägliche Kontrolle, teils zweimal am Tag. Wer flexibel ist, plant lieber für den Herbst.
Kostenlose Vor-Ort-Besichtigung vereinbarenSchicken Sie uns zwei, drei Fotos der Fläche. Wir melden uns zur Terminabsprache.
Die ersten Wochen: Wässern, Mähen, Schonen
Anwässern in den ersten 2 bis 3 Wochen
Direkt nach dem Verlegen wird kräftig gewässert, sodass auch der Boden unter den Soden mehrere Zentimeter tief durchfeuchtet ist. In den folgenden zwei bis drei Wochen gilt: täglich wässern, etwa 10 bis 15 Liter pro m², bei Hitze und Wind morgens und abends. Am besten früh am Morgen, dann verdunstet am wenigsten.
Ein einfacher Test: Heben Sie an einer Ecke eine Sode leicht an. Sind die Unterseite und der Boden darunter feucht, passt es. Ist der Boden trocken, muss mehr Wasser her. Sobald sich die Bahnen nicht mehr anheben lassen, sind die Wurzeln angewachsen. Dann stellen Sie auf zwei- bis dreimal pro Woche durchdringendes Wässern um. Das fördert tiefe Wurzeln, die mit trockenen Sommern besser zurechtkommen. Eine automatische Bewässerung nimmt Ihnen diese Arbeit ab; mehr dazu unter Bewässerung.
Der erste Schnitt
Meist nach ein bis zwei Wochen, wenn das Gras etwa 8 bis 10 cm hoch ist. Nur leicht kürzen, auf ca. 5 cm, und dabei nie mehr als ein Drittel der Halmlänge abschneiden. Verwenden Sie einen leichten Mäher mit scharfem Messer und wenden Sie nicht auf der Stelle, damit sich die Bahnen nicht verschieben. Vor dem Mähen ein paar Stunden nicht wässern, damit der Boden trittfest ist.
Belastung und Düngung
Normales Begehen ist nach etwa drei bis vier Wochen kein Problem. Fußball und Gartenpartys sollten noch etwas warten. Etwa vier bis sechs Wochen nach dem Verlegen ist eine erste Erhaltungsdüngung sinnvoll, wenn der Starterdünger aufgebraucht ist.
Typische Fehler in der Anwachsphase
- Zu wenig Wasser an den Rändern: Kanten an Wegen und Pflaster trocknen am schnellsten aus und schrumpfen sichtbar.
- Nur abends kurz sprengen statt morgens durchdringend: Die Oberfläche bleibt nachts nass, der Boden darunter trocken. Das begünstigt Pilzbefall.
- Rollen liegen lassen: Rollrasen sollte am Liefertag verlegt werden; in der Sommerhitze erwärmen sich gestapelte Rollen schnell.
- Zu früh zu tief mähen: Ein Kahlschnitt schwächt die jungen Wurzeln.
Rollrasen oder Ansaat?
| Rollrasen | Ansaat | |
|---|---|---|
| Preisniveau mit Bodenvorbereitung (Fachbetrieb) | höher, das Material macht einen größeren Anteil aus | günstiger, Saatgut kostet wenig |
| Nutzbar nach | ca. 3 bis 4 Wochen | ca. 2 bis 4 Monaten, voll belastbar oft erst nach einer Saison |
| Unkrautdruck am Anfang | gering, da dichte Grasnarbe | hoch, Unkraut keimt mit |
| Wasserbedarf in der Anwachsphase | hoch, 2 bis 3 Wochen intensiv | mehrere Wochen gleichmäßig feucht halten |
| Hänge und Erosion | sofort geschützt | Saat kann bei Starkregen abgeschwemmt werden |
| Sortenauswahl | begrenzt auf das Angebot der Rasenschule | sehr groß, auch Trockenrasen- oder Kräutermischungen |
Kurz gesagt: Wer schnell eine fertige, saubere Fläche braucht, etwa nach dem Hausbau oder vor einem Fest, ist mit Rollrasen gut beraten. Wer Zeit hat und Kosten sparen möchte, sät an. Bei beiden Varianten gilt: Die Bodenvorbereitung ist dieselbe und macht einen großen Teil der Kosten aus.
Rollrasen in Gimbsheim und Umgebung
Von Gimbsheim aus verlegen wir als inhabergeführter Betrieb Rollrasen in Rheinhessen und rund um Worms. Bei einer kostenlosen Besichtigung schauen wir uns Boden, Fläche und Zufahrt an; danach erhalten Sie ein schriftliches Festpreis-Angebot. Mehr zu unserem Vorgehen finden Sie auf der Seite Rollrasen verlegen, und wenn Sie den Rasen anschließend nicht selbst pflegen möchten, unter Gartenpflege. Einen Besichtigungstermin können Sie über unsere Kontaktseite anfragen.



