Tiefbau für die Wallbox: Graben, Leerrohr und Fundament in Worms & Rheinhessen

In Gimbsheim, Worms und Rheinhessen graben wir vom Haus zum Stellplatz, verlegen das Leerrohr und setzen das Fundament. Den Anschluss übernimmt Ihr Elektrofachbetrieb.

Symbolbild Wallbox: Handwerker hebt einen Kabelgraben mit Leerrohren von der Wallbox an der Hauswand zum Carport aus
Kabelgraben für die Wallbox (Symbolbild, KI-generiert)

Wallbox-Kabel verlegen lassen: Wer macht was?

Wir heben den Graben aus und legen das Leerrohr; Ihr Elektrofachbetrieb zieht das Kabel ein, schließt die Wallbox an und meldet sie beim Netzbetreiber an.

ArbeitsschrittZuständig
Leitungsauskunft einholen, Trasse festlegengemeinsam mit Ihnen und dem Elektrofachbetrieb
Kabelgraben, Leerrohr, Sandbett, Trassenwarnbandwir
Fundament für Ladesäule oder Standfußwir, nach Herstellerangaben
Kabel einziehen und anschließen, Wallbox montierenElektrofachbetrieb
Anmeldung beim Netzbetreiber, InbetriebnahmeElektrofachbetrieb
Verfüllen, Verdichten, Pflaster und Rasen schließenwir

Vom Hausanschluss zum Stellplatz

Hängt die Wallbox direkt in der Garage neben dem Zählerschrank, braucht es keinen Bagger. Oft liegt der Stellplatz aber am anderen Ende des Hofs, unter einem Carport im Garten oder an der Straße. Dann muss das Kabel durch die Erde, und genau dieser Teil ist unsere Arbeit.

Wir heben den Kabelgraben vom Haus oder Unterverteiler bis zum Ladepunkt aus, verlegen Leerrohre, verfüllen und verdichten fachgerecht und stellen Pflaster oder Rasen wieder her. Trasse, Tiefe, Rohrdurchmesser und Termine stimmen wir mit Ihrem Elektrofachbetrieb ab. Welche Tiefen und Rohrgrößen üblich sind, lesen Sie im Ratgeber Leerrohr im Garten verlegen.

Wo der Graben beginnt, hängt davon ab, wo das Kabel das Haus verlässt. Eine Wanddurchführung unterhalb des Geländes muss dauerhaft dicht sein. In der Rheinniederung, wo das Grundwasser hoch stehen kann, ist das ein wichtiger Punkt. Manchmal ist es einfacher, das Rohr an der Hauswand nach oben zu führen und oberirdisch ins Haus zu gehen. Das entscheiden wir vor Ort gemeinsam mit Ihrem Elektriker. Vor dem ersten Spatenstich holen wir mit Ihnen außerdem die Leitungsauskunft ein, denn gerade an der Hauswand liegen oft schon Wasser-, Gas- oder Telefonleitungen.

Leerrohr statt Kabel direkt in der Erde

Ein Erdkabel darf grundsätzlich direkt im Sandbett liegen. Wir empfehlen trotzdem meist ein Leerrohr mit Zugdraht: Das Kabel ist besser geschützt, und wenn später ein stärkeres Kabel nötig wird, lässt es sich ohne neuen Graben tauschen. Welchen Durchmesser das Rohr braucht, hängt vom Kabelquerschnitt ab, den Ihr Elektriker bestimmt.

Ist der Graben ohnehin offen, lohnt sich ein zweites Rohr als Reserve. Darüber kann später eine Datenleitung für das Lastmanagement laufen, eine Leitung für Beleuchtung am Stellplatz oder ein zweiter Ladepunkt. Bögen legen wir mit großem Radius, damit das Einziehen nicht zur Kraftprobe wird.

Offener Leitungsgraben in einem Gewächshaus mit verlegten schwarzen Rohren, daneben Erdaushub für die spätere Verfüllung
Schmaler Leitungsgraben (Gewächshausneubau): Tiefe und Verlauf stimmen wir vorher mit dem Elektriker ab.

Fundament für Ladesäule und Standfuß

Steht der Ladepunkt frei, etwa am Rand einer Stellplatzfläche, braucht die Säule einen sicheren Stand. Viele Hersteller bieten dafür einen eigenen Fundamentkorb oder geben Maße für ein Betonfundament vor. Wir setzen es frostfrei (in unserer Gegend in der Regel ab etwa 80 cm Tiefe oder nach Herstellerangabe) und achten darauf, dass die Leerrohre genau dort aus dem Fundament kommen, wo die Säule sie braucht.

Gerade in den lösshaltigen Böden Rheinhessens ist ein verdichteter Untergrund wichtig. Ein Fundament, das sich nach dem ersten Winter neigt, ärgert jeden Tag beim Einstecken.

Querung der Einfahrt

Muss das Kabel unter einer gepflasterten Einfahrt hindurch, nehmen wir nur einen schmalen Streifen auf und lagern die Steine seitlich. Unter befahrenen Flächen liegt das Rohr tiefer, meist um 80 cm. Danach bauen wir Schotter und Bettung lagenweise wieder auf, verdichten jede Lage und legen das vorhandene Pflaster zurück. So bleibt keine Senke, in der sich später Wasser sammelt. Wie wir mit Pflasterflächen umgehen, lesen Sie unter Pflasterarbeiten.

Kostenlose Vor-Ort-Besich­tigung vereinbarenSchicken Sie uns zwei, drei Fotos der Fläche. Wir melden uns zur Terminabsprache.

Ablauf: vom Ortstermin bis zum fertigen Leerrohr am Stellplatz

  1. Kostenlose Vor-Ort-Besich­tigung: Wir sehen uns den Weg vom Haus zum Stellplatz, die Oberflächen und den Boden an.
  2. Schriftliches Festpreis-Angebot für Graben, Rohre, Fundament und Wiederherstellung.
  3. Abstimmung mit Ihrem Elektrofachbetrieb über Trasse, Tiefe, Rohrgröße und den Termin zum Kabeleinzug.
  4. Ausführung: Graben, Leerrohr, Fundament, Verfüllen und Verdichten, Oberfläche schließen.

Gleich mitdenken: Photovoltaik und Wärmepumpe

Wer ein E-Auto lädt, plant oft auch eine PV-Anlage oder eine Wärmepumpe. Liegen die Trassen nah beieinander, lassen sich Gräben zusammenlegen. Das spart Aufwand und eine zweite Baustelle im Hof. Mehr dazu unter Photovoltaik-Tiefbau und Wärmepumpen-Fundament, einen Überblick gibt die Seite Tiefbau & Leitungsbau. Steht der Glasfaserausbau noch an, kann das Glasfaser-Leerrohr gleich mitverlegt werden.

Sie planen eine Wallbox oder Ladesäule in Gimbsheim, Worms oder Umgebung? Bei einem kostenlosen Vor-Ort-Termin schauen wir uns den Weg für das Kabel an und sprechen die Details gern direkt mit Ihrem Elektriker ab.

Steuerlich absetzbar: Den Lohnanteil von Arbeiten an Ihrem selbst bewohnten Haus und Grundstück können Sie als Handwerkerleistung nach § 35a EStG geltend machen, in der Regel 20 % der Arbeitskosten bis zu einem jährlichen Höchstbetrag. Voraussetzung sind eine Rechnung und die Zahlung per Überweisung. Arbeiten im Rahmen eines Neubaus und Kosten, die bereits öffentlich gefördert werden, sind ausgeschlossen. Wir weisen Lohn- und Materialkosten in Angebot und Rechnung getrennt aus. Dieser Hinweis ersetzt keine Steuerberatung.

Wir arbeiten von Gimbsheim aus im ganzen Einsatzgebiet, unter anderem in Worms, Mainz, Alzey, Oppenheim & Nierstein sowie in Frankfurt & Rhein-Main.

Häufige Fragen: Wallbox & Ladesäule

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: 0176 78412676

Wie tief muss ein Kabel für die Wallbox verlegt werden?

In der Regel mindestens 60 cm, unter befahrenen Flächen wie einer Einfahrt eher um 80 cm. Verbindlich ist die Vorgabe Ihres Elektrofachbetriebs. Mehr im Ratgeber: Leerrohr-Tiefe und Durchmesser im Überblick.

Kann der Graben für die Wallbox schon vor dem Elektriker ausgehoben werden?

Ja. Graben und Leerrohr sind Tiefbau und können vorab erledigt werden, das Kabel zieht Ihr Elektrofachbetrieb später durch das Leerrohr ein. Welches Kabel eingezogen wird, wie es angeschlossen wird und die Inbetriebnahme sind Sache eines eingetragenen Elektrofachbetriebs. Am besten klären Sie Trasse und Rohrgröße vorher mit ihm ab.

Braucht eine Ladesäule ein Fundament?

Freistehende Ladesäulen und Standfüße brauchen in der Regel ein Fundament, oft einen vom Hersteller angebotenen Fundamentkorb oder ein Betonfundament nach dessen Maßangaben. Die Leerrohre werden dabei an der richtigen Stelle mit eingesetzt.

Muss die Einfahrt für das Ladekabel komplett aufgerissen werden?

Nein. Für eine Querung wird meist nur ein schmaler Streifen Pflaster aufgenommen. Danach verdichten wir den Unterbau neu und legen das vorhandene Pflaster zurück, damit sich die Stelle später nicht absenkt.

Wer meldet die Wallbox beim Netzbetreiber an?

Ladeeinrichtungen müssen nach § 19 NAV beim Netzbetreiber angemeldet werden; Wallboxen über 12 kVA (zum Beispiel 22 kW) brauchen vorher dessen Zustimmung. Die Anmeldung übernimmt Ihr Elektrofachbetrieb, ebenso Installation und Anschluss. Wir sind für die Erdarbeiten zuständig und stimmen den Termin mit ihm ab.

Ihr Projekt beginnt mit einem Anruf

Wir sehen uns Fläche, Boden und Zufahrt kostenlos vor Ort an. Danach erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit allen Positionen.