PV abseits vom Hausdach: der Strom muss ins Haus
Nicht jedes Hausdach eignet sich für Photovoltaik, und manchmal ist schlicht der Platz knapp. Dann bieten sich das Dach der Garage, ein Carport, das Gartenhaus oder eine kleine aufgeständerte Anlage im Garten an. In allen Fällen gilt: Der erzeugte Strom muss zum Wechselrichter oder Zählerschrank im Haus, und dafür braucht es eine Kabeltrasse durch die Erde.
Diesen Teil übernehmen wir in Gimbsheim und Umgebung. Die elektrische Planung, das Kabel selbst, Wechselrichter, Speicher, Anschluss und Anmeldung beim Netzbetreiber liegen bei einem eingetragenen Elektrofachbetrieb oder Ihrem Solarteur. Wir stimmen mit ihm ab, wo die Trasse verläuft, wie tief sie liegt und welche Rohre gebraucht werden.
Was wir für Ihre PV-Anlage im Boden vorbereiten
- Kabelgraben von der Garage, dem Carport oder Gartenhaus bis zur Hauseinführung
- Leerrohr oder Erdkabeltrasse im Sandbett, je nach Vorgabe Ihres Elektrikers
- Trassenwarnband oberhalb der Leitung, damit beim nächsten Spatenstich niemand überrascht wird
- Reserverohr für eine Datenleitung oder spätere Erweiterungen
- Punkt- und Streifenfundamente für Aufständerungen im Garten
- Standflächen für Speicher oder Wechselrichter im Außenbereich (nur die Erd- und Fundamentarbeiten)
- Verfüllen, Verdichten und Wiederherstellen von Rasen oder Pflaster
Die Kabeltrasse: Tiefe, Bettung, Warnband
Als Faustregel liegen Erdkabel mindestens etwa 60 cm tief, unter befahrenen Flächen wie einer Hofeinfahrt eher um 80 cm. Das Kabel oder Leerrohr kommt in ein Sandbett ohne scharfkantige Steine, darüber eine weitere Sandschicht und mit Abstand das Trassenwarnband. Danach wird lagenweise verfüllt und verdichtet. Die verbindlichen Werte gibt Ihr Elektrofachbetrieb vor.
Ob Gleichstrom vom Dach oder bereits Wechselstrom vom Wechselrichter durch die Erde läuft und ob ein Erder oder Potentialausgleich mit in den Graben kommt, entscheidet ebenfalls der Elektriker. Für uns ändert sich dadurch vor allem, wie viele Rohre in welchen Abständen liegen.

Fundamente für Aufständerungen im Garten
Eine kleine Freiflächenanlage im Garten oder auf einer Wiese hinter dem Haus braucht einen standsicheren Unterbau. Meist sind das Punktfundamente aus Beton für die Stützen des Gestells oder Streifenfundamente unter den Schienen. Größe, Tiefe und Abstände richten sich nach dem Gestellhersteller, der Wind- und Schneelasten einrechnet. Frostfrei bedeutet in unserer Region in der Regel eine Gründung ab etwa 80 cm Tiefe, sofern der Hersteller nichts anderes vorgibt.
In den lösshaltigen, teils lehmigen Böden Rheinhessens hält ein sauber ausgehobenes und frisch betoniertes Punktfundament gut. Weicher, nasser Boden am Grund der Grube wird vorher ausgetauscht. Ob für Ihr Gestell auch Schraubfundamente infrage kommen, hängt vom System und vom Untergrund ab. Das klären wir mit Ihnen und dem Hersteller.

Genehmigung und Abstände
Ob eine aufgeständerte Anlage im Garten genehmigungsfrei ist, hängt von Größe, Höhe, Lage zur Grundstücksgrenze und dem Bebauungsplan ab. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrer Verbandsgemeinde, der Stadt oder der Kreisverwaltung nach. Wir richten die Fundamente dann an dem Standort aus, der geklärt ist.
Für den Standort zählt außerdem die Verschattung durch Bäume, Hecken oder Nachbargebäude. Die Ertragsplanung macht Ihr Solarteur; wir sorgen dafür, dass die Fundamente an der Stelle sitzen, die er festgelegt hat, und dass der Weg für das Kabel kurz bleibt.
Kostenlose Vor-Ort-Besichtigung vereinbarenSchicken Sie uns zwei, drei Fotos der Fläche. Wir melden uns zur Terminabsprache.
Ablauf: PV-Tiefbau von der Besichtigung bis zur geschlossenen Oberfläche
- Kostenlose Vor-Ort-Besichtigung: Trasse, Standort der Anlage, Boden und Oberflächen ansehen.
- Schriftliches Festpreis-Angebot für Graben, Rohre, Fundamente und Wiederherstellung.
- Abstimmung mit Ihrem Elektrofachbetrieb über Kabel, Rohre, Tiefe und Ablauf. Vor Baubeginn holen wir mit Ihnen die Leitungsauskunft ein.
- Ausführung: Fundamente setzen, Graben ausheben, Rohre einlegen, verfüllen, verdichten und Oberfläche schließen.
Wallbox, Wärmepumpe und Glasfaser gleich mit einplanen
Ist der Graben ohnehin offen, lohnt sich oft ein zusätzliches Leerrohr für den Glasfaser-Hausanschluss.
Wer eigenen Strom erzeugt, lädt damit oft auch das Auto oder betreibt eine Wärmepumpe. Wenn der Graben zum Carport ohnehin offen ist, kann ein Rohr für die Wallbox gleich mit hinein. Auch das Fundament für eine Wärmepumpe lässt sich in einem Zug vorbereiten. Alle Leistungen im Überblick finden Sie unter Tiefbau & Leitungsbau.
Sie planen Photovoltaik auf Garage, Carport oder im Garten, in Gimbsheim, Worms oder anderswo in Rheinhessen? Dann lassen Sie uns Trasse und Fundamente direkt bei Ihnen vor Ort besprechen; die Besichtigung ist kostenlos.
Steuerlich absetzbar: Den Lohnanteil von Arbeiten an Ihrem selbst bewohnten Haus und Grundstück können Sie als Handwerkerleistung nach § 35a EStG geltend machen, in der Regel 20 % der Arbeitskosten bis zu einem jährlichen Höchstbetrag. Voraussetzung sind eine Rechnung und die Zahlung per Überweisung. Arbeiten im Rahmen eines Neubaus und Kosten, die bereits öffentlich gefördert werden, sind ausgeschlossen. Wir weisen Lohn- und Materialkosten in Angebot und Rechnung getrennt aus. Dieser Hinweis ersetzt keine Steuerberatung.
Wir arbeiten von Gimbsheim aus im ganzen Einsatzgebiet, unter anderem in Worms, Mainz, Alzey, Oppenheim & Nierstein sowie in Frankfurt & Rhein-Main.



